Die SPD will Reformen (UND DIE SIND GUT)
Shownotes
QUELLEN:
Q1: https://meinungsmache.de/article/gesundheitswesen---spd-will-abgabe-auf-alle-einkommensarten
Q2: https://meinungsmache.de/article/neuer-optimismus-alte-baustellen
Q3: https://meinungsmache.de/article/streit-mit-netflix-synchronsprecher-protestieren-gegen-ki-klausel
Q4: https://meinungsmache.de/article/kritik-an-kosten-bahn-stellt-image-kampagne-mit-anke-engelke-ein
Q5: https://meinungsmache.de/article/gewerkschaft-verdi-kuendigt-weitere-warnstreiks-im-oeffentlichen-dienst-an
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KAPITEL:
00:00 Die SPD mit guter Gesundheitsreform?! (Q1)
01:48 SPD: Selbstfindung & Rückenwind (Q2)
11:21 Synchronsprecher boykottieren Netflix (Q3)
19:16 Kritik an Bahn-Werbekampagne (Q4)
24:29 Nächste Woche ver.di Warnstreiks (Q5)
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00:00:06: Wir haben heute den eighten, zwoten, zwanzig, sechsundzwanzig.
00:00:09: Es ist ziemlich genau dreizehn Uhr und ich habe wieder die Nachrichten für euch und damit einige Artikel, die ich euch vorlesen möchte, die mir aufgefallen sind und über die ich mich teilweise gewundert habe.
00:00:21: Schauen wir mal rein.
00:00:21: Der erste Artikel ist ein kurzer Abriss dazu aus dem Deutschlandfunk.
00:00:26: Die SPD will Abgaben auf alle Einkommensarten.
00:00:29: Die SPD strebt nach einem Bericht des Magazins der Spiegel eine neue Gesundheitsabgabe an, die sämtliche Einkommensarten umfassen soll.
00:00:38: Das Magazin zitiert aus einer Vorlage für die Vorstandsklausur der Partei.
00:00:43: Darin heißt es, die Last des Gesundheits- und Pflegesystems wurde bislang vor allem von den Arbeitseinkommen getragen.
00:00:50: Dies sei sozial ungerecht.
00:00:52: Daher sollte künftig etwa auch Kapitaleinkünfte oder Mieteinnahmen zur Finanzierung des Gesundheitswesens herangezogen werden.
00:00:59: Damit würde der Kreis der Beitragszahle ausgedehnt, die Kassenbeiträge sollen laut dem Konzept im Gegenzug gesenkt werden.
00:01:05: Also, das kommt nicht oft vor, aber dieser Vorlage für die Vorstandsklausur kann ich mich uneingeschränkt anschließen, weil das ist ja normal, dass man das fordert.
00:01:15: Das ist ja normal, dass man das fordert.
00:01:17: Also, wir haben natürlich in einzelnen Ländern jetzt die twenty-sechsten-zwanzig Wahlkampf, aber das kommt ja vom Bund.
00:01:23: Ha!
00:01:24: Also, ja, ja.
00:01:26: Ich weiß nicht, was die SPD davor hat.
00:01:29: Will sie irgendwie sich zu einem chirurgischen Eingriff hinreißen lassen und ihr Rückenmark wieder aufbauen, nachdem sie sich wie ein wirbelloses Wesen von der CDU vor die Karre spannen lassen haben?
00:01:38: I don't know.
00:01:39: I don't know.
00:01:39: Das kommt auf jeden Fall aus dem Deutschlandfunk und das wollte ich euch mitteilen.
00:01:45: und dazu habe ich ein zweites sehr merkwürdig Nachricht gelesen aus dem Zeit.
00:01:50: Das Atrium im Willi Brandhaus strahlt an diesem Samstag Nachmittag im Rotem Licht, begleichtert von einem pulsierenden Beat.
00:01:56: Betreten die beiden Parteivorsitzenden Lars Klingbeil und Bärbel Bass sowie der Generalsekretär Tim Klüssendorf.
00:02:02: Die Bühne.
00:02:03: Das Publikum klatscht.
00:02:04: Beschwingt.
00:02:05: Die Stimmung im Saal ist gut.
00:02:07: Zukunftsklausuren in die Sozialdemokraten ihre zweitägige Vorstandsklausur am Wochenende, diesem Wochenende.
00:02:14: Die Veranstaltung ist der offizielle Auftakt für die Erarbeitung eines neuen Grundsatzprogramms.
00:02:18: Das bisherige stammt aus.
00:02:21: Und es sind vielen Teilen veraltet.
00:02:23: So wird etwa Russland uns unverzichtbarer strategischer Partner bezeichnen.
00:02:27: Doch bevor es am Samstag um grundsätzliche Fragen geht, will Generalsekretär Klüssendorf erstmal Neuigkeit verkünden.
00:02:33: Manuela Schvesig habe in Mecklenburg-Vorpommern sechs Prozent zugelegt.
00:02:37: Alexander Schweizer an Rheinland-Pfalz habe drei Prozentpunkte hinzugewonnen.
00:02:41: In Nordrhein-Westfalen seien es vier.
00:02:43: In Sachsen-Analz zwei.
00:02:45: Und genau mit dieser Zuversicht mit diesem Kampfgeist starten wir in dieses Jahr.
00:02:49: Also die SPD, die bei der Bundestagswahl ein historisch schlechtes Ergebnis einfuhr, feiert minimale Verbesserung gern euphorisch.
00:02:57: Doch in diesen Tagen lässt sich tatsächlich ein Aufschwung beobachten.
00:03:02: Dieser Erfolg vor allem in den Ländern, in abgeschwächter Form, aber auch im Bund.
00:03:08: Im Vergleich zu Anfang Januar hat die SPD hier zwei Prozentpunkte zugelegt, während die Union zwei Prozentpunkte verlor.
00:03:15: Das geht aus Ergebnissen des ARD-Deutschland-Trends hervor.
00:03:17: Womit hängen jetzt dieser leichte Zuwachs zusammen?
00:03:20: Klüssendorf hatte schon am Donnerstag Journalisten im WD Brandhaus eingeladen, um über die neue Entwicklungen zu informieren.
00:03:26: Zitat, das ist kein Zufall, sondern Ergebnis der Arbeit der vergangenen Woche.
00:03:29: Als Beispiel nannte Klüssendorf den Vorstoß der SPD im Januar, die Erbschaftssteuer zu reformieren.
00:03:34: Der Vorschlag stieß zwar auf scharfe Kritik des Koalitionspartners, erntete aber unter Fachleuten überwiegend Wohlwollen.
00:03:41: Auch in der Bevölkerung gibt es Umfragen zufolge mehrheitlich Unterstützung für eine gerechte Besteuerung von Vermögen.
00:03:46: Motherfucker.
00:03:47: Jetzt nimmt die SPD den Linken die Themen weg oder was?
00:03:50: Man wolle wieder stärker in die Offensive kommen.
00:03:53: Auch mal zu Spitzten, sagte Klüssendorf und nicht nur alles mögliche und glattgeschliffene Anbieten.
00:03:58: Es ist schon wichtig, für uns auf Angriff zu spielen, sagt er.
00:04:02: Es ist allerdings auch möglich, dass der Grund für den kleinen Umfrageerfolg gar nicht primär bei der SPD zu suchen ist.
00:04:08: Sondern bei dem aus dem ruder gelaufenen sozialpolitischen Debatten aus dem Umfeld der CDU.
00:04:13: Auf diese kam auch Ko-Parteivorsitzende Bärbel Bas bei ihrer Klausierrede am Samstag schnell zu sprechen.
00:04:18: Zitat.
00:04:19: Ich möchte mit euch mal kurz auf die politische Ideen schauen, die gerade so auf dem Markt sind.
00:04:24: sagte Bas und begann ihre Aufzählung.
00:04:26: Abschaffung der telefonischen Krankschreibung.
00:04:28: des Rechts auf Teilzeit, der Kostenübernahme für Zahnarztbesuche und der Versicherung von Unfällen auf dem Arbeitsweg.
00:04:34: Hinzu kommen die Forderungen nach mehr privater Vorsorge für die
00:04:37: Pflege.".
00:04:38: Das ist die Abrissbirne für die Arbeitnehmerrechte.
00:04:41: Es handelt sich um Vorschläge ohne Respekt vor den Problemen ganz normaler Menschen in diesem Land.
00:04:47: Ich möchte das ganz kurz mal sagen, die SPD ist jetzt seit knapp einem Jahr Koalitionspartner der Union.
00:04:53: Und das sind Unionvorschläge.
00:04:56: Tatsächlich durften die Vorstöße der CDU bzw.
00:04:59: ihres Umfelds der Partei eher schaden als nützen.
00:05:02: Dem ARD-Deutschland-Trend zufolge geht etwa der Vorschlag, das Recht auf Teilzeit ohne triftigen Grund abzuschaffen für zwei von drei Deutschen in die falsche Richtung.
00:05:10: Selbst die Unionsanhänger leden ihn mehrheitlich ab.
00:05:13: Für die SPD ist das nun ein willkommener Moment für die eigene Profilierung.
00:05:16: Der Sozialstaat habe sich immer bewährt, sagte Bas.
00:05:19: Aber heute steht er vor einer Bewährungsprobe, er wird in seiner Existenz in Frage gestellt, er wird als Bremsklotz wirtschaftlichen Wachstums defamiert.
00:05:27: Ich muss das ganz klar sagen, also ich bin an vielen Stellen verwirrt.
00:05:31: Die CDU oder die Union, sagen wir mal die Union, macht genau das, was sie angekündigt hat.
00:05:37: Die Union gibt vor, wirtschaftliche oder ökonomische Kompetenz zu haben, aber die ökonomische oder wirtschaftliche Kompetenz, die die Union hat, kristallisiert sich anhand der Personale der Wirtschaftsministerin Katharina Reiche.
00:05:50: Und dann kann man sagen, gar keine.
00:05:52: Ich denke, man sieht innerhalb des letzten Jahres, dass der sogenannte Aufschwung für Deutschland nicht stattfindet, weil die Union keinerlei Kompetenz hat, das durchzuführen.
00:06:05: Das, was die Union an guten Ideen hat, sind Ideen von Robert Habeck.
00:06:11: Und die setzen sie zum Teil nicht mal um.
00:06:13: Ich möchte daran erinnern an einem Exemplarbeispiel, wie extrem populistisch und desinformations, also wie der Desinformationsgehalt war, bezüglich des Heizungsgesetzes.
00:06:24: Mein Gott, die Reform des Heizungsgesetzes hat ja im letzten Jahr eine ziemlich große Rolle gespielt.
00:06:30: Man hört davon ja total viel.
00:06:31: Nee, man hört davon gar nichts.
00:06:33: Weil die Förderung von Wärmepumpen und die Idee dahinter eine gute Idee ist und die... Union in Arbeitsgruppen herausfindet, dass das eine ziemlich gute Idee ist.
00:06:43: Oder die Abgaben auf Kapitalerträge, die die Union tatsächlich selbst in ihrem Beschlusszusatz, nachdem die junge Gruppe die Rentenreform blockiert hatte, hinzugedichtet haben, nachdem sie das aber gemerkt haben, aber sie schnell wieder rausgenommen.
00:07:00: Die Union befindet sich in einer absoluten Identitätskrise.
00:07:04: Die merken wahrscheinlich selber, dass die Leute merken, dass die keine Ahnung haben.
00:07:08: Fucking weird.
00:07:09: Weiter heißt es in der Artikel.
00:07:10: Sie fährt mit einer Reihe weiterer Themen fort.
00:07:13: Risiken von KI für den Arbeitsmarkt, Unterstützung von Frauen, bessere Bildungsmöglichkeiten, Schutz der Demokratie.
00:07:18: Die meisten Punkte sind bereits bekannt.
00:07:20: Neue konkrete Ideen oder gar unbekehme Reformvorschläge unterbreitet Bassen nicht.
00:07:25: Dabei soll für die Koalition eigentlich das Jahr der Reform werden.
00:07:29: Beim Bürgergeld, bei der Rente, bei Gesundheit, bei der Pflege.
00:07:33: beim Haltunggesetz.
00:07:34: Doch diese Streitpunkte, so scheint es, will die SPD an diesem Wochenende am liebsten unter den Teppich gern.
00:07:39: Co-Parteivorsitzender Lars Klingbeil konzentriert sich in seiner Rede unterdessen auf die großen Linien der Außen- und Wirtschaftspolitik.
00:07:46: Die meisten Menschen seien geprägt von dem, was das liberale Zeitalter, was sie das liberale Zeitalter nennen.
00:07:52: Das liberale Zeitalter geht gerade vor unseren Augen zu Ende.
00:07:56: Was auffällt, Der Vizekanzer spricht Staatstragen teilweise abstrakt akademisch, während sich Bars mit einfachen Worten auf die Innenpolitik und Kritik am Koalitionspartner fokussiert.
00:08:06: Merkwürdig.
00:08:06: Klingball hat in der vergangenen Woche in seiner Beliebtheit zugelegt, mit fünf Prozentpunkten so stark wie kein anderer Politiker.
00:08:13: Besonders in Entscheidungen trat er zuletzt mit seinem klaren Worten zu dem Vorgehen des US-Präsidenten Donald Trump in Venezuela und seinen scharfen Reaktion auf Trumps Zolldrohung.
00:08:22: Wir lassen uns nicht erpressen auf.
00:08:24: Möglicherweise konnte er so bei der mehrheitlich Trump-kritischen deutschen Bevölkerung punkten.
00:08:29: Allerdings ist es auch einfach, Trump zu kritisieren, wenn man selbst nicht mit ihm verhandeln muss.
00:08:33: Wie es etwa Bundeskanzler Friedrich Merz regelmäßig tut.
00:08:37: Weiter warnte Klingbeil in seiner Rede vor der Macht der großen US-Tech-Plattform.
00:08:41: Die Zukunft solle nicht von nur wenigen Mächten diktiert werden, niemand bestimme über uns.
00:08:46: Keine Autokraten, keine Tech-Bros, keine Algorithmen.
00:08:50: Deshalb müsse Europa einen neuen, stärkeren Weg in der internationalen Politik gehen, aus dem Don Rösien-Schlaf aufwachen.
00:08:57: Die neue Strategie der SPD-Spitze scheint es zu sein, ihre klassischen Schwerpunktthemen wie Arbeit, Bildung und Gerechtigkeit mit den großen Herausforderungen der neuen Zeit zu verknüpfen.
00:09:07: Künstliche Intelligenz, neue Weltordnung und eine Demokratie, die auf die Probe gestellt wird.
00:09:12: Ob dies als programmatische Neuausrichtung ausreichen wird, die Klingbeilen nach dem letzten Waldebakel versprochen hatte, wird sich noch zeigen müssen.
00:09:20: Das neue Grundgesetzprogramm soll in aufwändigen Prozesse erarbeitet und Ende des Jahres, auf dem Bundestags-Parteitag beschlossen werden.
00:09:27: Bis dahin sind zahlreiche Teilnahmemöglichkeiten vorgesehen, etwa Online-Mitglied, Foren- und Themenkonferenzen.
00:09:34: Einige Genossen haben zuletzt bemängelt, Klingbein und Bas hätten ihre Doppelrolle als Kabinettsmitglieder und Parteivorsitzende für den Prozess kaum Kapazitäten.
00:09:42: Wohl auch deswegen betont Klingbein, aber Samstag mehrfach, er wolle sich für das Grundsatzprogramm Zeit nehmen.
00:09:47: trotz der aktuell turbulenten Phase.
00:09:50: Die Union hat im Prozess weiterhin bereits hinter sich, nach der Wahlniederlage, zwanzig-einundzwanzig, diskutierten die Christdemokraten hitzig über ihre Neuausrichtung.
00:09:59: Zwanzig-vierundzwanzig wurde dann eine neue Fassung ihres damals siebzehn Jahre alten Grundsatzprogramms verabschiedet, allerdings unter deutlich besseren Bedingungen, als jetzt die Sozialdemokraten vorfinden.
00:10:09: Die Union war damals in der Opposition, musste keine harten Reformen umsetzen oder in fünf Landtagswahlen bestehen.
00:10:15: Vor der SPD liegt also gerade eine Mammutaufgabe.
00:10:18: Der Neuenfachte Optimismus der vergangenen Tage dürfte ihr dabei zumindest behilflich sein, solange der anhält.
00:10:24: Ich war irritiert zu hören, dass die SPD im Umfrage hoch ist.
00:10:27: Ich verstehe nicht, ich verstehe nicht, wieso das ist.
00:10:29: Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, wieso das so ist.
00:10:31: Also wirklich, das ist eine Regierungspartei, die die Sachen, die von der Union damit gezeichnet werden, Ja, mitträgt.
00:10:39: die Reform des Bürgergelds in Richtung Grundsicherung wurde uns von Bärbel Bass als etwas beschrieben, über das man sich keine Sorgen machen muss.
00:10:48: Das ist crazy.
00:10:49: Also, das ist wirklich verrückt.
00:10:51: Ja, dann lieber die Linke, to be honest.
00:10:53: Aber das kommt aus jeden Fall aus der Zeit, hat mich, hat mich überrascht.
00:10:56: Die beiden Artikel haben mich, die haben mich überrascht tatsächlich, die haben mich sehr überrascht.
00:11:00: Aber da muss man wahrscheinlich auch mal aus einer Bärbel austreten und sehen, dass die Umfragegebnisse so sind, wie sie sind.
00:11:04: Ich kann nicht verstehen, wieso das so ist.
00:11:06: Also ich kann verstehen... was man als Grund sagt.
00:11:09: Aber sobald man den Grund sagt, muss man ja sagen, okay, das ist ja, das ist ja, die SPD hat ja lange im letzten Jahr das Gegenteil gemacht.
00:11:17: Das ist ja jetzt nicht, das ist ja jetzt nicht, naja, keine Ahnung.
00:11:21: Gucken wir mal in die Tagesschau.
00:11:22: Und da geht es um die Filmbranche.
00:11:24: Und das ist etwas, das ich auch schon teilweise in meinen Reaktionsvorschlägen gesehen habe.
00:11:27: Jetzt hat die Tagesschau das erreicht.
00:11:29: Und zwar in der Filmbranche ist ein Grundsatzstreit über das Recht an der eigenen Stimme entbrannt.
00:11:35: Viele deutschen Synchronsprecher arbeiten deswegen momentan nicht mit Netflix zusammen.
00:11:39: Die Auswirkungen sind, die Auswirkungen sind jetzt schon hörbar.
00:11:42: Habt ihr das mitbekommen?
00:11:43: Die neueste Ankündigungen zur Fortsetzung der Netflix-Erfolgsserie Stranger Things sorgt auf YouTube für viele Diskussionen.
00:11:49: Dabei geht es weniger um den Inhalt, sondern fast ausschließlich um das Fehl der bekannten deutschen Synchronsstimmen.
00:11:55: Zitat.
00:11:56: Hopper ohne Peter Flechtner?
00:11:58: Das sieht ja gar nicht, heißt es etwa in den Kommentaren.
00:12:01: Die Rolle von Jim Hopper wurde bisher von dem beliebten Berliner Sprecher Peter Flechner synchronisiert, der allein auf hunderttausend, der allein hunderttausend Follower hat.
00:12:09: Er fehlt, weil er einen neuen Vertrag mit Netflix nicht unterschreiben möchte.
00:12:13: Und damit ist er nicht allein.
00:12:15: Achtzig Prozent der Synchronsprecher, die sonst für Netflix arbeiten würden, seien gerade nicht im Studio.
00:12:21: Schätzt Anna-Sophia Lumpel vom Verband Deutscher Synchronsprecher.
00:12:24: Der Grund ist eine neue KI-Klausel.
00:12:28: Mein Gott, das muss dieser Kuchen sein, der für alle größer wird, oder?
00:12:31: Naja, der Grund ist eine neue KI-Klausel, mit ihr verlangten Netflix das Stimmaufnahmen zu Trainingszwecken in KI-Systeme eingespeist werden dürfen.
00:12:40: Für die Synchronsprecher wirft das viele Fragen auf, die in dem Vertrag aber nicht geregelt sind.
00:12:44: Ihr Feelen bleibt inzwischen nicht mehr unbemerkt.
00:12:47: Zitat, es gibt eine riesen Fanbase und die ist jetzt aufgewacht, sagt Patrick Wichnewski.
00:12:53: Der Berliner Synchronsprecher ist die Stimme von Hollywood Star wie Hugh Grant oder Tom Cruise.
00:12:57: Die Bedeutung deutscher Synchronschwimmen für das Publikum würde oft unterschätzt, sagt er.
00:13:01: Gerade im Fall von Stranger Things werde sichtbar, was für ein Aufruhr droht.
00:13:05: Auch er hat bereits Projekte mit Netflix abgesagt.
00:13:08: Zitat, man könnte es polarisierend ein Knebel vertragen.
00:13:11: Denn wir haben keine Entscheidungsfreiheit.
00:13:14: Mit der momentanen KI-Klausel fühlt er sich seines Instrumentes beraubt.
00:13:18: Die Stimme ist für Synchronsprecher nicht nur ihr wichtigstes, sondern auch sehr persönliches Arbeitsmittel.
00:13:23: Mit Schnevski und viele andere Synchronsprecher befürchten durch die KI-Klausel einen Kontrollverlust.
00:13:28: Zitat, meine Stimme landet in der Trainingssoftware und wird verfremdet.
00:13:32: Sie verschwindet gewissermaßen im Bauch der KI und ich stehe mit leeren Händen da.
00:13:36: Er betont, dass ihm nicht um eine grundsätzliche Ablehnung von KI gehe, sondern um Kontrolle und Mitsprache.
00:13:43: Heißt, die Synchronsprecher wollen selbst entscheiden, ob ihre Stimme für KI Trainingszwecke freigegeben wird und wenn ja, dann möchten sie für die Nutzung auch bezahlt werden.
00:13:52: Momentan werden Synchronsprechern eine Vergütung in Aussicht gestellt, wenn ihre KI-generierte Stimme tatsächlich eingesetzt wird.
00:13:59: So hat es vergangenes Jahr die Schauspielgewerkschaft BFFS mit Netflix verhandelt.
00:14:04: Viele Synchronsprecher, die sich vor allem vom Verband deutscher Sprecherin vertreten, wühlen, geht das nicht weit genug.
00:14:09: Sie argumentieren, dass schon alleine die Vergütung und die Verfügungsstellung der Stimme dem Unternehmen einen Mehrwert bringen.
00:14:15: Zitat, wir akzeptieren nicht, dass unsere Arbeit, unsere Arbeitsmittel von Privatkonzernen genutzt wird, ohne dass wir daran finanziell beteiligt sind, sagt Anna-Sophia Lumpel vom VDS.
00:14:26: Der Verband fordert einen Lizenzmarkt für KI-Training, Vergütung für die Nutzung der Stimme und das Recht sie explizit zu verweigern, ohne berufliche Nachteile.
00:14:35: Ein Netflix-Sprecher teilt auf Anfrage mit, die, Zitat, ich habe zwei Kinder, für die ich sorgen muss, und sie können sich vorstellen, dass das keine leichte Entscheidung ist, die Projekte abzusagen.
00:15:11: In der Branche sprechen viele von einem Kampf David gegen Goliath.
00:15:15: Netflix betont in seiner Stellungnahme, wie wichtig die Synchronsprecher für das Unternehmen sein.
00:15:19: Betont ihre zentrale Bedeutung und verweist auf gezielte Investitionen in die deutsche Synchrombranche.
00:15:24: Das sieht auch der Berliner Synchronsprecher Patrick Wischnewski so.
00:15:27: Zitat, Netflix ist ein innovativer Faktor für die Film- und Fernsehkunst, gerade für den deutschen Markt.
00:15:32: Aber es gibt eben Grenzen.
00:15:34: Von einer Zusammenarbeit auf Augenhöhe spricht auch der Berufsverband VDS.
00:15:38: Gleichzeitig sieht man Netflix als Präzidentsfall für die ganze Branche.
00:15:41: Wenn wir diesen Vertrag jetzt ohne Kritik akzeptieren, dann werden andere Streamer oder Verwerter folgen und das genau so übernehmen, sagt VDS-Sprecherin Anna-Sophia Lumpe.
00:15:52: Sie befürchtet, dass eine stille Akzeptanz der Klausel eine Branchenstandard setzen würde.
00:15:57: Für viele wirft die Auseinandersetzung grundsätzliche Fragen auf, wie Arbeitsrechte, Persönlichkeitsrechte und Vergütungsmodelle im KI-Zeitalter neu austariert werden müssen.
00:16:06: Insbesondere in Berufen, in denen die Stimme das zentrale Kapital ist.
00:16:10: In den kommenden Wochen soll es Gespräche zwischen Netflix und VDS geben.
00:16:14: Fortsetzung folgt also.
00:16:15: Ich hatte das immer mal, wie eben gerade schon angemerkt, in meinen Reaktionsvorschlägen gesehen.
00:16:22: Aber mir war nicht klar, dass das mittlerweile um die Achtzig Prozent der Branche betrifft, die nicht im Studio sind.
00:16:29: Also das ist schon ziemlich groß.
00:16:31: Und das klingt auch richtig übel.
00:16:33: Also das muss man, ich meine, da stellt euch mal vor, ihr geht aus Überzeugung an euren Arbeitnehmerrechten einfach nicht arbeiten.
00:16:40: Und das sind ja für viele Leute einfach Ausfall von Gebühren.
00:16:42: Das ist schon ziemlich crazy.
00:16:43: Was dieser Punkt zeigt ist, dass künstliche Intelligenz nicht die Jobs abschafft, für die es sich nicht mehr zu buckeln lohnt.
00:16:51: Also hier geht es nicht darum.
00:16:53: Das ist ja auch immer so ein Argument.
00:16:55: Die einfachen Jobs werden abgeschaffen und dann ist das halt eher komfortabler.
00:16:59: Adam, davon gehe ich nicht aus.
00:17:01: Das was künstliche Intelligenz als erstes übernommen hat und richtig abfakt ist die kreative Arbeit.
00:17:08: Die Arbeit, das ist also andersrum, die man als Hobby nun machen könnte, der zum Beruf wird, aber die eben extrem erfüllend ist.
00:17:17: Zumindest aus der Branche, wenn ich das so wahrnehme, genauso wie eben für Synchronsprecher.
00:17:21: Das ist ja schon was ziemlich künstlerisches.
00:17:23: Die künstliche Intelligenz steht nicht am Fließband und macht die repetitive Arbeit, die immer wieder die gleichen Abläufe beinhaltet.
00:17:34: Das passiert nicht.
00:17:35: Die künstliche Intelligenz sitzt in irgendwelchen Ateliers.
00:17:39: Die künstliche Intelligenz sitzt in Synchronstudios.
00:17:42: Die künstliche Intelligenz sitzt nicht am Fließband, Alter.
00:17:45: Und das wird sie sehr, sehr lange nicht, weil das dann eher Robotik ist.
00:17:48: Ich finde es sehr, sehr gut, dass die Synchronsprecher da ist, so Unterstützung, Solidarität von mir an der Stelle.
00:17:53: Ich finde es sehr, sehr gut, dass man dafür sieht, dass die sich stark machen und dass die hoffentlich durchhalten.
00:17:59: Weil Netflix kann sich ficken gehen, Alter.
00:18:01: Sobald die, und das stimmt wirklich, das würde ich auch unterschreichen, sobald dieser Branchenstandard mit Netflix jetzt als großer Player tatsächlich durchgesetzt werden könnte, nämlich dass KI-Modelle Synchro-Rollen übernehmen.
00:18:16: Ey, die würden doch zu hundert Prozent die Synchro-Sprecher abstreichen.
00:18:20: Niemand glaubt an die moralische Integrität von Netflix.
00:18:24: Gar nicht.
00:18:25: Überhaupt nicht.
00:18:26: Moral und Geld machen in der Größenordnung funktionieren halt einfach nicht zusammen.
00:18:29: Das heißt, wenn Netflix jetzt sagt, wir bewirren auf jeden Fall immer auf die Synchro-Rollen zurück.
00:18:35: Ja, dann ist das halt gelogen, Alter.
00:18:37: Das ist obviously gelogen.
00:18:39: Das ist ja der Grund, warum die Drohbriefe an die Synchrosprecher schreiben und bei Pressemitteilung dann sagen, oh ja, die Synchrosprecher sind für uns super wichtig.
00:18:48: Ne, was für euch wichtig ist, ist die Stimme.
00:18:50: Darum wollt ihr an der KI trainieren, damit ihr nicht mehr auf die Sprecher angewiesen seid.
00:18:55: Hä?
00:18:55: Das ist ja der Grund.
00:18:57: Und da muss man entgegensetzen.
00:18:58: So, ganz ehrlich.
00:18:59: So.
00:19:00: Fuck it, Alter.
00:19:01: Wenn man jetzt nicht dagegen kämpft, dann übernehmen die das, obviously.
00:19:04: Ich weiß nicht, ob das der richtige Zeitpunkt ist, um darauf aufmerksam zu machen, dass Piraterie gerade im Videobereich Piraterie wieder in Allzeit hoch hat, aber macht mit der Information, was ihr mit der Information machen wollt.
00:19:16: Gucken wir mal in den nächsten Artikel.
00:19:19: Und da geht es um etwas, über das wir uns hier auch schon unterhalten haben.
00:19:22: Vielleicht nicht in den Nachrichten, aber ich meine auch, es könnte Foggen kommen sein.
00:19:26: Ich bin mir gerade nicht ganz sicher, aber ich greife es jetzt mal wieder auf.
00:19:29: Aus der Tagesschau kommt ein Artikel, der schreibt, angesichts der Debatte über Sicherheitsmängel bei der Deutschen Bahn gibt es Kritik an den Kosten für eine Bahn-Image-Kampagne mit der Komikerin Angela Engelke.
00:19:40: Der innenpolitische Sprecher der SPD-Fraktion im Bundestag Sebastian Fiedler nannte es, ein Skandal, das der Bahnvorstand so viele Millionen Euro für lustige Werbeclips ausgeben.
00:19:49: Für dieses Geld hätten mindestens hundert zusätzliche Sicherheitskräfte ein Jahr lang bezahlt werden können.
00:19:55: Das Thema werde im Innenverkehrsausschuss des Bundestags ein Nachspiel haben.
00:19:59: Es geht um die Miniserie Bohrbahn.
00:20:02: In der Engeke, die Hauptrolle der Zugchef in Tina spielt, die mit typischen Problemen der Bahn wie Verspätung oder Defekt in Kaffeemaschinen im Bordpistro kämpft.
00:20:11: Die Deutsche Bahn macht keine Angaben zu den Kosten für die Serie und verwies auf Anfrage darauf, dass, Zitat, Informationsverwerbeausgaben sowie aus Auftrags- und Vertragsdetails unmittelbar Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse der Deutschen Bahn AG sind und nicht öffentlich kommuniziert werden.
00:20:24: Tja, jetzt wird's interessant.
00:20:28: Denn jetzt gibt es einen Anlass, das tatsächlich politisch zu hinterfragen.
00:20:32: Es gab ja letzte Woche diesen tödlichen Übergriff und weitere Übergriffe und vorher war es so, dass man das sicherlich hätte sagen können, nämlich wir geben das nicht raus.
00:20:44: Aber jetzt, und das hat sich verändert, geht es um die Finanzierungsansätze für Sicherheitspersonal und jetzt können politische Akteure auf Nacken der Bahn ordentlich Druck machen.
00:20:55: Und dass die Bahn eine private Gesellschaft oder eine private Unternehmen ist, das stimmt.
00:21:02: Aber der öffentliche Träger hält halt die hauptsächlichen Anteile, deswegen kann sowas nicht als Erklärung zugehalten werden.
00:21:08: What the fuck?
00:21:09: Du kannst noch nicht sagen, ja die Bahn ist ja eigentlich privat, deswegen können wir das nicht sagen.
00:21:13: Ja, Bruder, wer hält denn die Anteile?
00:21:16: Wer hält denn die Anteile?
00:21:18: Bist du besoffen?
00:21:19: Die Privatisierung der Bahn war so ein Riesenfehler, Alter, ehrlich.
00:21:22: Unabhängig davon bestätigte die Bahn, dass es im Jahr ist, dass es im Jahr ist, dass es im Jahr ist, dass es im Jahr ist, dass es im Jahr ist, dass es im Jahr ist, dass es im Jahr ist, dass es im Jahr ist, dass es im Jahr ist, dass es im Jahr ist, dass es im Jahr ist, dass es im Jahr ist, dass es im Jahr ist, dass es im Jahr ist, dass es im Jahr ist, dass es im Jahr ist, dass es im Jahr ist.
00:21:50: Um euch das mal vor Augen zu führen, das ist eine humoristische Herangehensweise, was ja bei Anker Engelke auch Sinn macht.
00:21:57: Und kein Shade auf Anker Engelke.
00:21:59: Anker Engelke sind wirklich alle, was ich gesehen habe, ein fantastischer Mensch.
00:22:04: Aber die Entscheidung, die Probleme der Bahn humoristisch in eine Kampagne zu setzen und damit zu rechnen, dass jetzt die Leute ein bisschen weniger tilt sind, wenn ihr Zug zu spät kommt, das Bordpistro zu ist oder die Toiletten kaputt, Das ist wirklich ein fucking crazy Take.
00:22:20: Das muss man sich erst mal trauen.
00:22:22: In einem Modell, in dem immer wieder gesagt wird, Jo, wir haben nicht genug Geld, wir müssen das ausbauen, dies ausbauen und wir müssen die Ticketpreise erhöhen.
00:22:30: Ich glaube, die Leute könnten darauf verzichten und das ist wirklich kein heißer Take, sondern der ist eiskalt.
00:22:35: Ich glaube, die Leute könnten darauf verzichten, eine Imagekampagne von Anke Engelke bei der Bahn zu sehen, wenn sie da garantiert bekommen, dass dieses Jahr die Ticketpreise nicht steigen.
00:22:44: Jesus Christ!
00:22:45: Der DB-Vorstand für den Personenverkehr Michael Petersen hatte die Web-Serie mit Engelke zum Start im Oktober, hisseinerzeit als humorvolle Liebenserklärung an die Mitarbeitenden der Bahn gelobt.
00:22:58: Der Vorsitzende der Bahn-Gewerkschaft EVG Martin Burkhout fragt nun mit Blick auf die Kosten, ob nicht die Sanierung aller Pausenräume oder flächendeckende Ausstattung mit Bodycams die bessere Liebenserklärung gewesen wäre.
00:23:12: Ihr merkt was ich gesagt habe, ne?
00:23:13: Jetzt kann man halt den Anlass nehmen und richtig reintreten.
00:23:16: Das ist übrigens keine Bin-Image-Kampagne und eine Liebeserklärung für die Mitarbeitenden.
00:23:21: Das ist obviously ein Versuch, diesen Berliner Ansatz zu verfolgen.
00:23:26: Da gibt es ja auch eine, nämlich bei der BVG.
00:23:31: Die BVG ist ja so ein bisschen eine extrem edgy Variante von, die fährt ja schon lange eine extrem edgy Variante von Marketing.
00:23:40: Und die Bahn hat sich das wahrscheinlich angeguckt und hat gesagt, oh ja, das können wir auch.
00:23:46: Ich würde eher sagen nicht.
00:23:47: Hintergrund der Kritik ist die Tötung eines Zugbegeisters.
00:23:50: Er hat im Regionalverkehr Fahrkarten kontrolliert, wurde von dem Fahrgast ohne Ticket schwer verletzt und verstarbt kurz danach.
00:23:55: Zahlreichen Mitarbeiter der bundeseigenen Deutschen Bahn wurden nach Angaben des Bundes bereits Opfer von Straftaten.
00:24:01: Die VG verweist seit Jahren auf mehr Übergriffe gegen das Personal und fordert mehr Schutz bei Mitarbeitern.
00:24:07: Oh Mann.
00:24:08: Ungünstig.
00:24:09: Das wird übrigens weitergehen.
00:24:10: Also jetzt, da kann man politisches Kapital rausschlagen und die könnte ich sicher sein, solange man politisches Kapital aus einer Kritikmeldung schlagen kann und sagen kann, was erlaube sich die deutsche Bahn, wird es gemacht.
00:24:21: Das wird wahrscheinlich also im Rahmen der nächsten Woche noch weitergehen.
00:24:25: Was übrigens im Rahmen der nächsten Woche auch weitergehen wird, jetzt hier schon wieder der Überleitungspost, sind potenzielle Streiks.
00:24:31: Ja.
00:24:32: Die Gewerkschaft Verdi hat für die kommende Woche ausgewaltete Warnstreiks in vielen Bereichen des öffentlichen Dienstes angekündigt.
00:24:39: Es werde, Zitat, eine bunte erste Wochenhälfte geben, sagte Verdi Vizesefin Christine Biele.
00:24:44: Bundesweit seien alle Bereiche mit Ländern als Arbeitgeber betroffen, insbesondere Unikliniken, Straßenbauverwaltung und die IT.
00:24:52: Zitat, es ist die letzte Druckwelle vor der letzten Verhandlungsrunde.
00:24:56: Nach zwei ergebnislosen Verhandlungsterminen treffen die Gewerkschaften und Arbeitgeber vom Elften bis zum Dreizehnten Februar voraussicht letztmals zusammen.
00:25:04: Zitat, es wird noch einmal ein klares Signal geben.
00:25:07: Ausgewaltete Warnstreiks hat es bereits in der vergangenen Woche gegeben, unter anderem an Schulen im Osten, wo viele Lehrkräfte anders als der verabentete Lehrerinnen und Lehrer im Westen angestellt sind und daher streiken dürfen.
00:25:19: Werdeführt die Verhandlung im Namen von rund zwei Komma zwei Millionen Beschäftigten.
00:25:23: Neben Lehrkräften und Hochschulbeschäftigten geht es auch um Angestellte im Strafvollzug, im Justizwesen.
00:25:29: Für mehr als neunhunderttausend Tarifbeschäftigte wird direkt verhandelt.
00:25:32: Auf rund eins Komma drei Millionen Beamtinnen und Beamte soll ein Ergebnis nach den Forderungen der Gewerkschaften später an den einzelnen Ländern per Gesetz übertragen werden.
00:25:40: Ausgenommen ist Hessen, wo separat verhandelt wird.
00:25:42: Bele zeigte sich optimistisch, dass bei den Gesprächen in Potsdam ein Abschluss zustande kommen werde.
00:25:47: Andernfalls können es eine vierter Verhandlungsrunde geben, während eine Schlichtung nicht vorgesehen sei.
00:25:52: Eine, die Differenzen seien aber noch groß.
00:25:55: Zitate in Arbeitgebern schwebt fünf Prozent Lohnerhöhung bei einer Laufzeit von neunundzwanzig Monaten vor.
00:26:00: Verdi und der mitverhandelte Beamtenbund fordert hingegen sieben Prozent mehr Gehalt, mindestens jedoch drehundert Euro im Monat, bzw.
00:26:07: zwehundert Euro für Nachwuchskräfte und eine Laufzeit von zwölf Monaten.
00:26:10: Werdichef Frank Wernicke sagte, dass ein Abschluss bei den Ländern nicht schlechter ausfallen dürfte, als die Einigungen, die den Gewerkschaften im April zwei tausendfünfundzwanzig mit Bund und Kommunen erzielt hatten.
00:26:20: Damals kam es zu einer Lohnerhöhung von in zwei Stufen von je drei beziehungsweise zwei Komma.
00:26:25: acht Prozent also rechnet damit.
00:26:27: das ist potenziell wieder irgendwo klemmen wird.
00:26:31: falls das der Fall ist und das angekündigt ist sage ich euch natürlich Bescheid sage ich euch natürlich Bescheid so so ich bin.
00:26:39: ich bin gespannt wie die Ergebnisse aussehen.
00:26:41: ich gehe davon aus also so wie das jetzt bis jetzt läuft und so was die Kommunen auch sagen was er nachvollziehbar ist.
00:26:45: wir dürfen das auch nicht.
00:26:46: wir dürfen das auch nicht relativieren.
00:26:48: Die Kommunen sind so einhundertfünfzig Prozent überlastet.
00:26:51: Wenn das danach geht, abhängig davon, wer das bezahlt.
00:26:54: Und wenn es die Kommunen zahlen, dann können die Kommunen nicht sagen, ja, wir können das bezahlen, wir können es nicht bezahlen.
00:26:58: Sie verschulden sich diesbezüglich nur.
00:27:00: Was hier eine relevante Einordnung ist meines Erachtens, ist die Tatsache, dass der Bund die Kommunen mehr dabei unterstützen muss, die Belastung vor Ort zu tragen.
00:27:08: Denn es kommt immer mal wieder mehr, und es kommt immer mehr vor, dass Gesetzgebungen und Anlässe für neue Rahmenbedingungen, die Kommunen belasten, aber nicht den Bund.
00:27:19: Und wenn die Kommunen immer weiter belastet werden, in gewissen Teilen, nicht überall, dann schlecht.
00:27:24: Wenn das Land belastet wird und es bei bundesweiten Situationen zu neuen Rahmenbedingungen geben können, dann kann das Land die Fresse halten und einfach die besseren Gehälter bezahlen.
00:27:32: So ein Ding ist das.
00:27:33: Schön.
00:27:34: Ich zeige mich da auf jeden Fall solidarisch mit den Arbeitnehmern.
00:27:36: Das ist der letzte Artikel, den ich habe.
00:27:38: Ich hoffe, ihr habt ein bisschen was mitgenommen.
00:27:40: Ihr habt ein bisschen was gehört, was ihr so vielleicht noch nicht gehört habt.
00:27:43: Beispielsweise habt ihr vielleicht gehört, dass die... SPD ein leichtes Umfrage hoch hat?
00:27:47: Habe ich auch nicht geawartet.
00:27:49: Ich danke euch auf jeden Fall für die Aufmerksamkeit.
00:27:51: Vielen, vielen Dank fürs Zuhören fürs dabei sein.
00:27:53: Das waren die Nachrichten.
00:27:54: Danke schön.
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